Buntes und lebendiges AH-BK: mehr als nur ein Berufskolleg!

(Sni) Felix hatte sich zwar bewusst für dieses Berufskolleg entschieden und war auch froh, als er angenommen wurde. Aber ganz so hatte er sich die Schule dann doch nicht vorgestellt. So fing das Schuljahr in der ersten Woche nicht gleich mit "normalem" Unterricht an, sondern die Klassenleitung nahm sich viel Zeit, um die Schülerinnen und Schüler besser kennen zu lernen und über das Leben in der Schule zu informieren. Auch war es ihr wichtig, dass sich die Klasse untereinander kennen lernte und Mitsprache bei der Gestaltung des Miteinanders und des Klassenraums hatte.

Für den zweiten Tag wurden sie von ihrer Patenklasse zum Frühstück und gemeinsamen Spielen eingeladen. Das kostete Felix schon etwas Überwindung, sich auf weitere unbekannte Leute einzulassen und vor allem auch die vorbereiteten Spiele mitzumachen, dachte er doch, "so etwas" in der Kindheit hinter sich gelassen zu haben. Hinterher musste er allerdings gestehen, dass er sehr viel Spaß gehabt hatte.

Am Freitag schließlich ging es nach dem Gottesdienst wieder in die Mehrzweckhalle, wo eine Veranstaltung stattfinden sollte, die "Leben und Lernen am AH-BK" hieß. Felix konnte das gar nicht einordnen, hatte aber schon gehört, dass dort nicht nur die Schule vorgestellt würde, sondern auch miteinander getanzt, gesungen und gefeiert werden sollte. Singen ging ja noch an, aber tanzen? Da wollte Felix erst einmal genau hinsehen und sich zurückhalten.

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"Wow, so viel findet hier statt?" dachte Felix bald. "Vielleicht finde ich ja auch etwas Passendes, bei dem ich mich einbringen kann." So wurden neben allen Klassen und Lehrkräften bzw. Mitarbeitenden die verschiedenen Projekte in der Schule vorgestellt: Schülervertretung, "Schule gegen Rassismus - Schule mit Courage", die Schul-Sanitäterinnen und -Sanitäter, die Schüler-Cafeteria, die Schüler-Bibliothek, der "Eine-Welt-Laden", das Flüchtlings-Projekt "Begegnungen", die Dänemark-Fahrt, ... Beeindruckt hatte ihn auch die Gymnastiklehrerinnen- und -lehrerklasse, die eine Bewegungsgestaltung zum Thema "Konsum" aufführte: so würde er sich nie bewegen können! Auch die Projektgruppe "Menschenpyramiden" war nicht nur beweglich sondern auch vor allem kreativ und standfest! Der Chor aus der Projektwoche vor den Sommerferien gab ja echt moderne Lieder zum Besten! Und die Solo-Sängerinnen waren alle unterschiedlich und doch umwerfend gut!

Als er dachte, das gemeinsame Tanzen würde an ihm vorbeigehen, baten zwei SV-Mitglieder zum aktiven Mittanzen beim SV-Tanz, der vorher einmal geübt wurde. Gottseidank schienen die Mitschülerinnen und -schüler rechts und links die Schritte auch nicht perfekt zu können, sodass Felix erleichtert mitmachen konnte, ohne dass es ihm peinlich war.

Abschließend wurde nach dem Reisegen von der Schulseelsorge noch ein Lied gemeinsam gesungen und endlich konnte es ins Wochenende gehen. Ach ja, sein Handy, das er zum Gottesdienst abgegeben hatte, musste er sich ja noch zurückholen! (Ging aber irgendwie ganz gut die Zeit über ohne - auch das hätte er nicht gedacht!)

Felix ist natürlich eine ausgedachte Person, aber solche oder ähnliche Gedanken sind wohl fast jeder Schülerin bzw. jedem Schüler, der neu an unser Berufskolleg kommt, durch den Kopf gegangen. Freuen wir uns auf ein ungewöhnliches und aufregendes und lehrreiches Schuljahr 2017/18!