Zeig dich Gott (so wie du bist)

(L-K) In der letzten Atempause haben wir uns mit dem Thema „Zeig dich Gott“ beschäftigt. Im Mittelpunkt stand die biblische Geschichte von Jona, der vor Gott floh, um sich zu verstecken,  er wollte sich vor der unangenehmen Situation, nach Ninive gehen zu müssen und den Menschen dort den Untergang zu verkünden, drücken…

Wir können uns gut in dieser Geschichte wiederfinden. Oft drücken wir uns vor dem Blick in den Spiegel, weil wir uns nicht schön finden, wir legen lieber Filter über unser Ich. Oder wir drücken uns davor, unbequeme Dinge auszusprechen, wir legen lieber den Mantel des Schweigens darüber, ans Ende der Welt würden wir manchmal auch gerne fliehen, wenn wir z.B. an bevorstehende Prüfungen denken…

In der Fastenzeit, so wird zumindest immer wieder behauptet, geht es darum auf etwas zu verzichten. Warum nicht mal auf  Bildfilter verzichten, die unser wahres Ich überdecken? Oder anstatt etwas wegzulassen, etwas dazutun? Sich einmischen, mutig sein, auch wenn wir uns am liebsten verkriechen würden.

Zeig dich Gott so wie du bist, leichter gesagt als getan.

Was, wenn meine Kanten jemandem wehtun? Wenn ich mal den Mut habe mich gegen Ungerechtigkeit zu stellen und plötzlich alleine dastehe? Wenn ich etwas Neues wage und aus der Reihe tanze…?

Du brauchst Mut und Gottes Zuversicht, um du selbst zu sein.

Zeig dich vor Gott und Gott wird sich dir zeigen. Traue dir all das zu, was Gott dir zutraut. Fasse Mut und zeige dich, wie du bist. Denn alles, was du zu geben hast, kann für andere zum Herz und zum Geist Gottes werden. Und Gott wiederum hat keine bessere Gestalt als die menschliche, als die deine, in der er sich zeigen, der Welt begegnen und sie verändern kann.

Eine nachdenklich stimmende letzte Atempause und auch das kleine Andenken, die Spiegelkreuzkarte, soll zum weiterdenken beitragen und anregen. Die Bruchstücke des Spiegels sind in ein Kreuz gefasst. Sie können uns daran erinnern, dass auch unser Leben mit seinen Brüchen gehalten ist. Ich bin gehalten. Mein Leben, wie immer es aussieht, liegt in Gottes Händen. Es ist gehalten durch das Kreuz, das Kreuz Jesu Christi.

Danke liebe BFS 12a für eure letzte Atempause. Es war mir eine Freude mit euch zu planen, nachzudenken, zu proben…