Drei Tage den Teamgeist stärken

  08.09.2017

Projekt des Alexandrine-Hegemann-Berufskollegs rund um religiöse Orientierung

Sie befassen sich mit existenziellen Themen wie Freundschaft, Trauer, Tod und Sucht: Betreuerin Lena Nau vom Aeropag (hinten Mitte) im Seminar mit Schülern des Alexandrine-Hegemann-Berufskollegs. Spiele stärken die Gemeinschaft. FOTO: NOWCZYK

 

ALTSTADT. Aktive Zusammenarbeit: So hieß es während der „Tage der religiösen Orientierung“ des Alexandrine-Hegemann-Berufskollegs. Die Schüler befassten sich im Areopag mit existenziellen Themen wie Familie, Freundschaft, Trauer, Tod und Sucht. Dabei wurden sie von Mitarbeitern des Jugendcafes an der Steinstraße 17 unterstützt.

Das Berufskolleg veranstaltet die Tage religiöser Orientierung bereits seit einigen Jahren an Standorten in ganz Nordrhein-Westfalen und sogar Tschechien. Zum ersten Mal fiel die Wahl auf das christliche Jugendcafe.

Das Spiel „Memory“ als Teambildung: Die Schüler haben die Aufgabe, möglichst schnell alle Pärchen zu finden. Dabei darf immer nur einer auf das Spielfeld gucken. „Es kommt darauf an, miteinander zu kommunizieren und die Position einer Karte den anderen genau zu beschreiben. Sonst dauert das Spiel ewig“, ruft Betreuerin Lena Nau in die Menge. Kurz danach arbeiten die Schüler nicht mehr im Alleingang, sondern stecken die Köpfe zusammen, um zu besprechen, welche Karte sie als Nächstes aufdecken.

Die Tage kreisen um die Erlebnispädagogik. Das bedeutet, dass die Jugendlichen selbst handeln, anstatt lediglich einem Vortrag zuzuhören. Das Programm beginnt meist mit einer Entspannungsübung oder einer Traumreise.

Film über Thema Sucht gedreht

Auf sogenannten Impulskarten stehen Fragen, die ein gemeinsames Gespräch anregen. Die Inhalte bestimmen die Teilnehmer je nach eigenen Interessensschwerpunkten selbst. „Das Programm verändert sich von Gruppe zu Gruppe. Es hängt von den Themen ab, die die Schüler gerade beschäftigen“, erklärt Lena Nau. Zum Thema Sucht etwa drehen die Jugendlichen einen Kurzfilm, in dem es um Alkohol und andere Drogen geht.

Die Gruppe besteht sowohl aus Schülern, die das Abitur oder Fachabitur machen, als auch aus jenen, die sich zum Erzieher oder Gymnastiklehrer ausbilden lassen. „Das Projekt hilft dabei, den Zusammenhalt nicht nur innerhalb einer Klasse, sondern der gesamten Oberstufe zu stärken“, sagt Regina Schürmann, Lehrerin am Alexandrine-Hegemann-Berufskolleg. Und die Aktion wird von den Schülern begeistert angenommen: „Es ist super, wie offen und freundlich alle miteinander umgehen“, erzählen Ramona Ernst und Annchristin Ebert, die gerade ihr Fachabitur machen.

Den Abschluss des Projekts bildet ein Gottesdienst, in dem die jungen Leute ihre Ergebnisse vorstellen. Etwas traurig, dass das Ende der drei Tage in Sicht ist, sind die Schüler schon. Ramona Ernst schwärmt: „Ich würde jederzeit wieder teilnehmen.“